ERPel unter Linux

E i n l e i t u n g

Erschrecken Sie nicht ueber den Umfang dieser Installationsanleitung.

Die Installation selbst ist fuer den Linux-Profi ein Kinderspiel, aber wir muessen natuerlich auch an den Linux-Anfaenger denken, und der braucht schon ein paar mehr Informationen fuer die ersten Schritte.

Systemvoraussetzungen

Wie unter Linux ueblich, muss auch ERPel als User 'root' installiert werden, da ERPel sonst die Verzeichnisse nicht anlegen und die Dateien dort nicht speichern kann. Weitere Informationen gibt es hier: http://wiki.ubuntuusers.de/sudo

Also bitte vor der Installation mit dem Befehl 'su' oder 'su root' den User wechseln, so man nicht ohnehin bereits als root angemeldet ist!

WICHTIG: Damit die Nutzung von ERPel nicht auf einen Benutzer beschraenkt bleibt, empfehlen wir ERPel im Verzeichnis '/opt/ERPel' zu installieren.

ERPel wird versuchen den Benutzer 'erpel' und die gleichnamige Gruppe namens 'erpel' automatisch anzulegen!!!

Sollte dies wider Erwarten nicht funktionieren, dann muss dieser 'von Hand' angelegt werden, was aber auch kein ernsthaftes Problem sein sollte:

Das kann zum Beispiel mit den Befehlen 'groupadd erpel' und 'useradd erpel' geschehen. Danach dann bitte mit 'chown -vR erpel:erpel /opt/ERPel' die Rechte fuer das Verzeichnis setzen und schon kann die eigentliche Installation beginnen.

Weitere Benutzer muessen dann spaeter nur noch der Gruppe 'erpel' hinzugefuegt werden, und schon kann's losgehen mit ERPel …

Allgemeines zum Thema MySQL

ERPel benoetigt einen installierten MySQL-Server, und zwar je nach Version entweder auf dem lokalen Arbeitsplatz oder auf einem beliebigen Rechner, so auf diesen ueber das Netzwerk oder das Internet zugegriffen werden kann. Dadurch kann zum Beispiel relativ einfach eine Filialanbindung realisert werden.

ERPel wird waehrend der Installation mindestens 2 Datenbanken anlegen, naemlich die Datenbank 'erpel' und jeweils 1 weitere Datenbank fuer jeden Mandanten bzw. jede Firma.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob in ihrem System MySQL installiert ist, dann versuchen sie in einem sogenannten Terminal-Fenster den Befehl 'mysql' auszufuehren.

Erhalten sie eine Ausgabe wie diese hier:

  [[email protected] ~]# mysql
  -bash: mysql: command not found

dann wurde mysql noch nicht installiert oder aber nicht gefunden.

Weitere Informationen sur Installation des SQL-Servers finden Sie unter MySQL installieren.

Unter Ubuntu zum Beispiel wird MySQL in der Regel nicht automatisch installiert, laesst sich aber einfach mit dem Befehl

apt-get install mysql-server mysql-client

nachinstallieren. Dieses Problem wird nach unseren Erfahrungen meist dann auftreten, wenn Linux von einer sogenannten Live-CD installiert wurde.

Arbeiten sie in einem Netzwerk, muss der MySQL-Client auch auf den Arbeitsplaetzen installiert sein, von denen aus sie mit ERPel auf die Datenbank zugreifen wollen.

Nun sollte sich der MySQL-Server unter Ubuntu oder mit mit

service mysql restart

und unter unter Fedora mit

service mysqld restart

starten lassen.

Danach sollten sie etwas in dieser Art auf dem Bildschirm haben:

  [[email protected] ~]# service mysqld restart
  Stopping MySQL:                                            [  OK  ]
  Starting MySQL:                                            [  OK  ]

Einen Datenbank-Benutzer fuer ERPel anlegen

Hier muss zunaechst ein Benutzer (User) angelegt werden, dem dann auch gleich die entsprechenden Zugriffsrechte erteilt werden. Insbesondere ist darauf zu achten, dass dieser Bewnutzer nicht nur lokal, sondern auch vom Arbeitsplatzrechner auf die Datenbank zugreifen darf.

Um einen Benutzer (User) anlegen zu koennen, muessen wir uns zunaechst selbst als Administrator am SQL-Server anmelden. Der Administrator hat dort ueblicherweise den Benutzernamen 'root'. Also geben wir zunaechst mal folgendes ein:

mysql -h <host> -u root -p

wobei <host> gegen die Adresse des Rechners ausgetauscht werden muss, auf dem der MySQL-Server installiert ist.

Der Rechner wird Sie nun auffordern dass Password fuer 'root' einzugeben.

Enter password:

und begruesst uns dann - so hier das richtige Passwort eingegeben wurde - mit den Worten:

Welcome to the MySQL monitor. Commands end with ; or \g.

Your MySQL connection id is 129
Server version: 5.1.44-log Source distribution
Type 'help;' or '\h' for help. Type '\c' to clear the current input statement.
mysql>

Nun legen wir unseren zukuenftigen Benutzer fuer ERPel an und nennen ihn einfach mal 'erpel':

mysql> create user erpel;

was MySql hoffentlich mit den Worten:

Query OK, 0 rows affected (0.00 sec)

quittiert.

Wichtig: Bitte beachten sie, dass alle Befehle in MySql mit einem ';' am Ende der Zeile abgeschlossen werden muessen!!!

Nun muessen wir dem Benutzer 'erpel' noch die Rechte fuer die Datenbank 'erpel' geben. Dazu geben wir wiederum in der Befehlszeile ein:

mysql> grant all on erpel.* to erpel;

und erhalten hoffentlich auch hier ein

Query OK, 0 rows affected (0.00 sec)

als Antwort.

Das war's auch schon. Wir koennen die Verbindung zum Sql-Server nun mit der Eingabe von

mysql> quit;

beenden, wodurch sich MySql mit einem freundlichen

Bye

von uns verabschiedet.

Das war's auch schon in Sachen MySQL …

Die eigentlich Installation auf dem Rechner

Nachdem nun die erforderlichen Systemvoraussetzungen geschaffen sein sollten, duerfen sie jetzt ERPel installieren. Aber keine Bange, denn das ist jetzt nur noch ein Kinderspiel!

Dazu laden sie ERPel auf ihren Rechner und entpacken das Archiv in einen beliebigen Ordner ihrer Wahl, vorzugsweise aber nach /opt/ERPel.

Wenn das geklappt hat, dann sieht /opt/ERPel jetzt etwa so aus:

/Backup
/Formulare
/Images
/Import
/SQL
/lib
/locale
/plugins
ChangeLog
*ERPel32
ERSTE SCHRITTE
INSTALLATION
LIZENZ
POS-DRUCKER
*backup.sh
*erpel
erpel.log
erpel.sql
index.html.sample
*install.sh
*restore.sh
*uninstall.sh

wobei bei der 64-Bit Version von ERPel an Stelle von ERPel32 dort ERPel64 steht. Der '*' vor vor einzelnen Dateien bedeutet, dass es sich hier um eine ausfuehrbare Datei handelt.

Sollten Sie ERPel ueberhaupt nicht starten koennen, dann muessen sie vermutlich mit

chmod 755 ERPel32 erpel install.sh backup.sh restore.sh 

die Rechte dieser Dateien neu setzen.

Entsprechendes gilt natuerlich auch fuer das Verzeichnis '/opt/ERPel' selbst. Auch hier muessen Sie gegebenenfalls mit dem Befehl

chown -vR erpel:erpel /opt/ERPel

die Rechte fuer das Verzeichnis anpassen.

Danach kann jeder Benutzer, der Mitglied der Gruppe erpel ist, mit ERPel arbeiten. Ausfuehrliche Informationen zum Thema 'Die Benutzerrechte unter Linux' gibt es auf unserer Homepage.

Wenn sie unserem Vorschlag gefolgt sind, und ERPel in /opt/ERPel installiert haben, dann rufen Sie vor dem ersten Start von ERPel bitte zunaechst einmal die Datei 'install.sh' auf. Haben Sie ERPel nicht unter /opt/ERPel' installiert, dann muessen Sie vor dem Aufruf von 'install.sh' dort den Pfad entsprechend anpassen.

'install.sh' ist ein Script (Batch-Datei), das im Verzeichnis /ERPel/lib die notwendigen SymLinks erzeugt sowie die entsprechenden Rechte fuer die Ausfuehrung von ERPel setzt, also zum Beispiel dafuer sorgt, dass ERPel im Verzeichnis /opt/ERPel auch Schreibrechte hat.

Damit ist der eigentliche Installationsvorgang dann auch schon beendet. Unter Anwendungen→Buero sollte es jetzt einen Menuepunkt 'ERPel Warenwirtschaft' geben.

Alternativ kann ERPel aber auch durch die Eingabe von 'erpel' (Gross-/Kleinschreibung beachten!) im Terminal gestartet werden. Letzteres ist immer dann sinnvoll, wenn beim Arbeiten mit ERPel Probleme auftreten, weil im Terminal dann oft entsprechende Hinweise angezeigt werden, die sonst nicht sichtbar sind.

Und noch ein paar Worte zur Deinstallation

Wichtig ist uns, dass ERPel keinerlei Veraenderungen an ihrem System vornimmt, also keine Eintraege in eine Registry oder aehnlichen Unsinn. Wenn Sie ERPel nicht mehr haben wollen, dann loeschen sie einfach das Verzeichnis '/opt/ERPel'.

Mit Ausnahme der von ihnen selbst eingegebenen Daten in der SQL-Datenbank haben sie wieder ein ERPel-freies System.

Die Daten in der SQL-Datenbank loeschen sie bei Bedarf einfach mit dem Programm 'MySQL Administrator', zu installieren mit z. B. 'yum install mysql-administrator'.

linux.txt · Zuletzt geändert: 2015/04/23 13:58 (Externe Bearbeitung)
 
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